Unser Körperbild (2)

Aus der Forschung wissen wir, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft ein oft sehr kritisches Bild von sich selbst haben und ihre Körper negativ wahrnehmen. Das ist unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht o.ä.
Die Folgen eines negativen Körperbildes sind vielfältig und immer individuell. Einige sind exemplarisch in der untenstehenden Grafik aufgeführt. Sie reichen von niedrigem Selbstwert und schlechter Laune hin zu Essstörungen, körperdysmorphen Störungen (KDS) und Suizidgedanken.

Hilfe kann und sollte jederzeit in Anspruch genommen werden, egal wie tief die negativen Gedanken über den eigenen Körper verankert sind. Bei schweren psychischen Erkrankungen wie Essstörungen oder KDS ist dies aber unabdingbar. Denn sowohl Betroffene als auch Angehörige sollten wissen, dass sie nicht allein sind!

Die Vielfältigkeit der Auswirkungen zeigen jedoch, dass ein negatives Körperbild ist nicht automatisch schweren Verläufen wie einer Essstörung einhergeht. Aus meinen Vorträgen und Veranstaltungen weiß ich, dass viele Menschen dies fälschlicherweise annehmen, vermutlich, weil die Medien oftmals nur davon berichten. Klinisch registrierte chronische Essstörungen betreffen jedoch „nur“ 1-3% der Bevölkerung (die Dunkelziffer liegt allerdings vermutlich deutlich höher).

Trotzdem steigt unser Risiko dafür, eine gestörte Beziehung zu Essen und Bewegung zu entwickeln, wenn wir unseren Körper oder Teile unseres Körpers negativ wahrnehmen. Studien deuten darauf hin, dass etwa 50-75% der Bevölkerung unter einem gestörten Essverhalten leiden.

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