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Das Leben besteht aus so viel mehr als nur schön auszusehen und möglichst schlank zu sein – Wusstest du das?

Ich wusste es lange Zeit nicht… Habe vieles an meinem Aussehen gehasst, diätet, Sport gemacht, geweint, eine Essstörung durchlebt und viele Momente meines jungen Lebens vergeudet, in denen ich die Chance gehabt hätte, glücklich zu sein.

Diese Erfahrungen waren hart. Doch sie haben mich stark gemacht und zu der Person werden lassen, die ich nun bin.

Seit 2011 forsche ich aktiv über das Thema Body Image und versuche als Wissenschaftlerin, Dozentin, Mutter und Botschafterin des australischen Body Image Movements („Embrace“) über die vielfältigen Konsequenzen eines negativen Körperbildes aufzuklären und Wege aufzuzeigen, die uns ermöglichen, ein Leben ohne Perfektionsdruck und Schönheitswahn zu führen. Ein Leben, das für jeden möglich ist.

Was ist eigentlich das Körperbild (engl. body image)?

Das Körperbild (engl. body image) eines Menschen ist ein komplexes psychologisches Konstrukt. Vereinfacht gesagt umfasst es unsere Gedanken/Kognitionen, Gefühle, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen in Bezug auf unseren Körper.

Beeinflusst wird das Bild, das wir über unseren Körper in unserem Kopf formen, durch unsere Persönlichkeit (z.B. Perfektionismus, Selbst-Objektifizierung), Gesellschaft und Kultur, von denen wir umgeben sind (z.B. Schönheitsideale), zwischenmenschliche Erlebnisse und Erfahrungen (z.B. Kommentare, Vorbilder), sowie (selbst-wahrgenommene) körperliche Besonderheiten und Veränderungen (wie sie bspw. durch Pubertät und Schwangerschaft entstehen). Diese Faktoren beziehen sich sowohl auf vergangene als auch auf gegenwärtige Momente in unserem Leben.

Thomas F. Cash (2002, 2012) hat diese Faktoren übrigens in seinem „cognitive-behavioural model of body image“ konzeptionalisiert. Sein Modell bildet eine wichtige Grundlage in der Body Image Forschung.

Wie wir unseren Körper wahrnehmen, nimmt Einfluss auf viele Bereiche unseres Lebens, wie zum Beispiel unsere psychische und physische Gesundheit, unser Selbstwertgefühl, unser Selbstbewusstsein, unsere Beziehung zu Essen und Bewegung, unseren Umgang mit anderen Menschen, unsere sexuelle Funktionalität und wie glücklich und zufrieden wir mit unserem Leben sind.

Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass Körperunzufriedenheit normativ ist und Menschen auf der ganzen Welt unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht und Sexualität betrifft. Die Konsequenzen eines negativen Körperbildes sind dabei vielfältig und können unsere Lebensqualität und Lebensfreude stark beeinträchtigen.